Aufgrund der Umfrage: Was ist eigentlich der Kern von DSA?

Die ersten Umfrageergebnisse von Ulisses sind ja mittlerweile raus, der Nobby ranted nebenan und im Tanelorn seinen Unmut raus und eigentlich ist nichts passiert, was nicht eh zu erwarten gewesen wäre. Und “eigentlich” bin ich auch zu lang aus DSA raus, um mich aufzuregen oder sonst was in der Art. Aber hey: Das ist ein deutschsprachiger Blog und irgendwie kommt man ja doch nicht um das Thema DSA rum, wenn man sich mit der deutschen RPG Szene beschäftigt oder sich darin bewegt.

Frage: Was ist eigentlich auf Regelebene der Kern von DSA?

James Raggi hat das in LotFP füt D&D dargelegt: Die sechs Eigenschaften, Klassen mit bestimmten Eigenschaften, Level und XP, HP, AC, Rettungswürfe, Vancian Magic. Sicherlich kann man im Einzelnen streiten, aber ich halte das schon für sehr treffend. Für DSA betrachtet wären das in meinen Augen:

  1. Eigenschaften im W20 Bereich. MU, KL, KK, CH, IN, GE + evtl. weitere
  2. AT und PA getrennt und je an die Fähigkeiten des SC gekoppelt. Also nicht “Angriff gegen Rüstungsklasse”.
  3. genutzt werden W20 und W6
  4. Level 1 Helden haben so 20-30 LP. Wie weit sich das steigert, ist mMn nicht mehr Kern.

… und jetzt tue ich mich schon schwerer. Ich bin versucht, die in meinen Augen doofen 3W20 dazuzunehmen, mache es aber nicht. Die kommen 1) nicht in allen Editionen zum Einsatz und 2) auch dort, wo sie vorhanden sind, nich durchgehend. Der DSA’ler an sich kennt ja durchaus die 1W20 Probe für Eigenschaftsproben, AT, PA usw. Nur in Talentbereich braucht es diese seltsame Regel. 3W20 ist für mich also kein grundsätzliches DSA Merkmal. Oder Stabzauber. Die sind sicherlich von Anfang an mit dabei, aber regeltechnisch doch eher vernachlässigbar, eher ein Settingelement mit kurzem Regeleinschub.

Ich würde ein Spiel jedenfalls mit diesen Eigenschaften als DSA betiteln. Der Rest ist Beiwerk.


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