Setting: Das Land des Drachengottes

Der Drachengott Ganhor ist eine Gottheit, die in der einen oder anderen Form fast überall bekannt ist. Von den Einen kaum beachtet, wird er von den anderen als Schöpfer der Welt verehrt. Manche sehen in ihm den stärksten aller Geister, andere halten ihn für den Weisesten. Manche wiederum fürchten sich vor seinem Zorn oder den Klingen seiner Anhänger. Über ihn finden sich Legenden in alten Schriftrollen und Pergamenten, auf Steinwänden der tiefsten Höhlen oder in den Geschichten der Seher und Weissager.

Die Orte, an denen dieses Wesen bekannt ist, bilden das Setting von Heroic East. Es sind wilde, rauhe Länder, in denen ein Mann tagelang reisen kann, ohne einen anderen Menschen zu treffen. Die meisten Siedlungen sind nicht mehr als ein paar Hütten, dicht zusammengedrängt, um der Wildnis umher besser trotzden zu können. Weitaus größer sind nur die Stadtstaaten, jeder für sich ein Königreich und oft genug gefährlicher als die tiefsten Wälder es je sein könnten. Hier ist das Wort des jeweiligen Fürsten Gesetz. Wer dagegen verstößt, muss mit schlimmen Strafen rechnen. In den Städten pulsiert dennoch das Leben der Lande. Märkte, Tavernen, Tempel, Bordelle und weit mehr locken Reisende durch die Tore. Wer klug und mutig ist, kann in den Städten sein Glück machen. Wer vorgeht wie ein Narr, landet in der Arena oder als Sklave eines reichen Städters.

Die genaue Geographie der Länder werde ich (noch) nicht festlegen. Lieber beschränke ich mich darauf, einzelne Punkte zu beschreiben und damit nach und nach das Flair zu beschreiben, das mir vorschwebt.  Daher also:

Yun Ganhor – die Stadt des Drachengottes

Fürst: Tai Zun von Yun Ganhor, Günstling des Drachengottes. Der Hohepriester des Drachenkultes ist gleichzeitig Herrscher der Stadt am Fuß des Heiligen Berges. Den Herrscher selbst sieht man kaum, das Mal des Drachen liegt auf ihm und so ist jeder, der ihn erblickt des Todes. Die Regierungsgeschäfte liegen daher in der Hand seiner Berater und des Generals Loto, dem Hauptmann der Tempelwachen und damit der Streiter der Stadt. Tai Zun lebt im Tempel und verkündet den Willen Ganhors vor den 13 mal 13 Tafeln, die der Gott seinen Anhängern hier hinterließ.

Lage: Am Fuß des Drachenberges, nach eigenen Aussagen am Nabel der Welt, in der Grasebene

Beschreibung: Yun Ganhor ist das Zentrum des Drachenkultes. Am Fuß des heiligen Berges Ganhor ist sie um eine alte Tempelanlage gewachsen, deren Erbauer lange im Dunkel der Vergangenheit verschwunden sind. Angeblich stammt sie noch aus den Tagen der Götter. In der Stadt erklingen zu jeder vollen Stunde 13 Gongschläge zu Ehren des Gottes. Mit jedem Schlag wird ein Opfer dargebracht, zumeist Vieh oder Münzen, aber auch die Leben von Strafgefangenen oder Sklaven. Freiwillig in den Tod zu gehen, um Ganhor der Stadt gewogen zu machen, wird als große Tat angesehen. Manche Familie konnte auf diese Weise Schulden beseitigen oder der drohenden Sklaverei entgehen. Die in den Tod geschickten Sklaven mehren dagegen nur das Ansehen ihrer Herren.

Der Berg Ganhor steht allein auf einer weiten Ebene. Viele Nahrungsmittel müssen von anderswo herangeschafft werden, abgesehen von den Ziegen der Hirten und dem Wasser eines nahen Flusses. Auch Reis wird angebaut, deckt aber bei weitem nicht den Bedarf, den Einwohner und der Tempel einfordern. Daher erreichen täglich Karawanen Yun Ganhor, beladen mit Nahrung, Luxusgütern für die Reichen und jeder erdenklichen Ware.

Stärken:

Heilige Stadt: Durch die Lage am Ganhor und die Tempelanlangen ist Yun Ganhor der Tempel des Drachengott Kultes. Pilger und Reise bringen der Stadt großen Wohlstand und das Wort des Fürsten hat auch außerhalb der Mauern Gewicht.

Sicherheit: Die Tempelwache sorgt für die Sicherheit in der Stadt und tut dies mit Erfolg. Man muss in der Stadt selten Aufruhr fürchten.

Schwächen:

Theokratische Diktatur: Das Wort von Tai Zun, dem Günstling Ganhors, ist hier Gesetz. Fremde Religionen werden nicht geduldet und der Tempel geht hart gegen jene vor, die sein Wort missachten.

Unzureichende Versorgung: Yun Ganhor ist auf den Ankauf von Lebensmitteln und anderen Gütern angewiesen. Ein Großteil der vorhandenen Nahrungsmittel landet in den Opferschalen, so dass ein steter Bedarf besteht. Da die Stadt beständig wächst, vergrößert sich das Problem immer weiter.

Gelegenheiten:

Handel: Yun Ganhor ist vom Handel abhängig. Nahrungsmittel, aber auch Luxusgüter finden Abnehmer auf den Märkten oder den Tempelbezirken. Wer im Tempel aufsteigen will, greift für eine besonders exotische oder seltene Opfergabe oft tief in die Tasche.

Information: Nicht nur die Karawanen bringen täglich Neuigkeiten aus aller Welt, auch das gesammelte Wissen das Ganhor Kultes findet sich innerhalb der Stadtmauern. Gegen Gebühr legen die Priester Gesetze aus oder richten in Streitfragen. Wer es in die inneren Tempelbereiche schafft, kann möglicherweise auch einen Blick auf die mit uralten Schriften bedeckten Wände erhaschen oder in den Pergamenten des Kultes lesen.

Bedrohungen:

Abhängig: Yun Ganhor ist abhängig von den Karawanen. Wer diese kontrolliert, kontrolliert über kurz oder lang die Stadt.


One Comment on “Setting: Das Land des Drachengottes”

  1. heroiceast sagt:

    Zornhau gab mir im Blutschwerter Forum einen interessanten Tipp zur Stadtbeschreibung gegeben, nämlich die Beschreibung in Kategorien, die direkt für Abenteuer genutzt werden können. Das werde ich direkt mal an Yun Ganhor ausprobieren und ändere das mal im Eintrag ab. Danke für die Inspiration!


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