Grenzberg – eine Stadt für Dungeonslayers

Grenzberg ist eine kleine Stadt, irgendwo am Rand der Zivilisation und umgeben von ein paar kleineren Dörfern und diversen Monstern in der Umgebung. Die Grenzberger sind ein ganz eigener Menschenschlag, die sich an das Leben in einer solchen Gegend gewöhnt haben. Abgesehen davon ist Grenzberg die einzige größere Stadt in der Gegend und daher stetig im Wachstum begriffen.

Grenzberg ist eine generische Stadt für Fantasy RPGs. Die wenigen Werte in der Beschreibung beziehen sich jedoch auf Dungeonslayers (keine Sorge, es sind wirklich nur zwei oder drei Stellen). Genau deshalb gibt es auch keine genaue Beschreibung der Lage, Grenzberg kann vom SL fast überall angesiedelt werden. Für mich selbst wird Grenzberg der Ausgangspunkt unserer neuen Kampagne werden.

Grundbeschreibung Grenzberg (K):

Von einer Palisade aus Baumstämmen umgeben, man arbeitet daran, den Wall mit Steinen zu verstärken, ist aber noch nicht fertig. Der Wall hat drei Tore. In der Umgebung befinden sich einige Felder und Weiden. Die Palisade ist etwa vier Meter hoch. Auf drei Meter Höhe gibt es einen Wehrgang. An jedem Tor befinden sich zwei Wachtürme. Die Tore sind ebenfalls aus Holz gebaut und können von innen mit einem massiven Balken verschlossen werden. Bei Sonnenuntergang werden die Tore geschlossen und erst bei Tagesanbruch wieder geöffnet. Zu jeder Zeit befinden sich zwei Wachen am Haupttor. Zwei weitere Wachen patroullieren über den Wehrgang. Durch die Miliz kann die Truppe bei Alarm bis zu 40 Mann in kurzer Zeit stellen.

Der fünfte Wochentag ist Markttag. Die Bauern der Umgebung verkaufen und kaufen an diesen Tagen ihre Waren oder tauschen gegen andere Güter. Meist treffen schon einen Tag vorher einige Händler ein, die dann in der Stadt übernachten und nach dem Markttag weiterziehen.

Örtlichkeiten:

  1. Haupttor: Das südöstliche Tor in die Stadt ist auch das größte. Zwei Wachen in den Türmen schauen meist gelangweilt auf die Eintreffenden. Direkt vor dem Tor finden sich an Markttagen zwei weitere Wachen, die stichprobenweise Waren kontrollieren vor allem aber ein Auge auf potentielle Betrüger haben und die Stadt sicher wirken lassen sollen.

  2. Tempel: Vater Anton ist der örtliche Priester und leitet dem Varostempel mit großer Hingabe. Jeden Abend finden Andachten statt, zu Wochenbeginn und nach Markttagen auch eine große Morgenmesse. Vater Anton lebt neben der Kirche in einem kleinen Haus.

  3. Haus des Bürgermeisters: Im edlen Fachwerkhaus, direkt am Brunnen und in der Nähe des Marktplatzes lebt Bürgermeister Bjorn Verstedt mit seiner Frau, seinem Sohn Tinus und seiner Tochter Levke. Bjorn ist ein muskulöser Mann von mehr als 50 Jahren. Er ist eine neben Vater Anton eine unangefochtene Autorität der Stadt und seit Jahren mit dem Regierungsgeschäft betraut. Ihm ist durchaus sehr am Wohl Grenzbergs gelegen, allerdings wächst in ihm der Wunsch, sich langsam aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen und jemand anderem den Posten als Bürgermeister zu überlassen. Insgeheim träumt der ehemalige Abenteurer davon, nochmal hinaus in die Welt zu reisen und die alten Zeiten aufleben zu lassen. Davon weiß allerdings nur Telanir, einer seiner ehemaligen Gefährten und Besitzer des „Allerley“.

  4. Taverne A: Der „besoffene Hund“ ist die übliche Anlaufstelle für sämtliche Besucher der Stadt, die ein warmes Essen, ein Bett für die Nacht oder ein erfrischendes Bier suchen. Die Wirtin Edma ist stolz auf ihr Lokal, dass sie mit ihrer Tochter Rowena unterhält. Rowena ist mit ihren 17 Jahren bildhübsch und kann sich vor Verehrern kaum retten. Edma allerdings möchte etwas besseres als die vielen Bauernsöhne der Umgebung für ihre Tochter. Wenn es nach ihr geht, wäre der Sohn des Bürgermeisters die richtige Wahl. Rowena dagegen ist heimlich mit dem Sohn des Schmiedes, Ludvig, zusammen und plant insgeheim schon die Hochzeit.

  5. Allerley: Der Elf Telanir unterhält hier einen kleinen Laden. Sein Sortiment ist bunt gemischt, er verkauft Werkzeuge, Dinge des täglichen Bedarfs, Schreibzeug und vieles, was er von den fahrenden Händlern ersteht und für interessant genug erachtet. Man kann allerdings kaum sagen, dass Telanir sonderlich erfolgreich ist. Er kommt über die Runden, mehr aber auch nicht. Er ist ein Mitglied der Abenteuerergruppe, der auch Bjorn Verstedt und Ishaq angehörten.

  6. Kuen Xius Zelt: Der Mönch Kuen Xiu hat vor Jahren sein Zelt hier aufgeschlagen und begonnen, kluge Sprichworte und seine Heilkunde an die Bewohner weiterzugeben. Ersteres ist umsonst, für zweiteres nimmt Kuen Xiu ein bisschen Geld, um selbst über die Runden zu kommen. Da er durchaus von Vorteil für die Stadt ist und er sich auch sonst sehr friedlich verhält, hat niemand etwas gegen das dauerhaft stehende Zelt.

  7. Ishaqs Turm: Ishaq ist ein dunkelhäutiger, hagerer Mann von unschätzbarem Alter. Viele Bewohner meiden ihn und fühlen sich in seiner Gegenwart unwohl. Allerdings sieht man ihn sowieso nicht allzu oft. Er kauft an Markttagen einige Dinge und verschwindet wieder in seinen Turm. Einzig der Bürgermeister und Telanir betreten gelegentlich seinen Turm. Ansonsten sieht man nur einen großen Raben mehrmals am Tag durch die oberen Fenster aus dem Turm und zurück fliegen.
    Tatsächlich kennen sich Telanir, Ishaq und der Bürgermeister sehr gut. Bevor sie sich in Grenzberg niederließen, zogen sie lange Jahre als Abenteurer durch die Lande. Sie waren alle drei maßgeblich daran beteiligt, dass Grenzberg sich überhaupt gegen die nahen Orks behaupten konnte. Davon wissen die meisten der heutigen Bewohner allerdings nichts und die drei Abenteurer sind mit ihrem neuen Leben auch ganz zufrieden. Der Rabe ist Ishaqs Vertrautentier, der zeitweise einfach nur ausfliegt, manchmal aber auch Nachrichten an den befreundeten Alchemisten Eduard von Lau überbringt.

  8. Taverne B: Eine große Axt hängt über der Tür und ersetzt einen herkömmlichen Namen. Die „Axt“ wird von Ovyn, Sohn des Migeg geführt. Der blondbärtige Zwerg und seine Frau Darscha, Tochter des Levon haben das Gebäude aus eigener Hand gebaut. Mittlerweile finden sich vor allem die Bürger der Stadt hier ein, denen es drüben im Besoffenen Hund zu hektisch ist. Ovyn ist ein gemütlicher Wirt, der immer ein offenes Ohr für seine Gäste hat und auch sonst im Dorf beliebt ist.

  9. Ulf der Schmied: Ulf ist der Hufschmied von Grenzberg. Neben seinem Haus finden sich ein kleiner Stall, sowie die eigentliche Schmiede. Ulf wirkt meist grummelig, ist aber eigentlich ein gutmütiger Kerl. Er hat eine große Familie und bewohnt mit seiner Frau Ana und acht Kindern das Haus. Sein ältester Sohn Ludvig ist mit der Wirtstochter Rowena zusammen. Davon weiß Ulf allerdings nichts.

  10. Hakims Pferdehandel: Hakim kommt aus dem Süden und hat sich mitsamt seinen Pferden in Grenzberg niedergelassen. Er ist ein Mann Ende Zwanzig und durchaus ansehlich, wenn man manchen der Mädchen glauben darf. Er hat allerdings wenig Interesse an ihnen, sondern vielmehr an der schönen Rowena. Da aber bekannt ist, dass ihre Mutter sie erfolgreich und sicher verheiraten will und daher versucht, sie mit Tinus zu verkuppeln, arbeitet Hakim hart und versucht, sein Geschäft möglichst erfolgreich zu führen, um den Mitbewerber auszustechen. Momentan hat er fünf Pferde, die zum Verkauf stehen. Ihm wurden vor kurzer Zeit mehrere Pferde gestohlen und Hakim ist sehr erpicht darauf, den Dieb zu fassen.

  11. Der große Baum: Dieser Baum steht in der Mitte des Dorfes und ist offensichtlich sehr alt. Gerüchteweise bringt es Glück, Süßigkeiten in ein Loch bei seinen Wurzeln zu stecken. Tatsächlich bewohnt eine Dryade den Baum, die einen Hang zu Zuckerwaren hat, seit ein paar Kinder ihre Süßigkeiten am Baum verloren. Es ist nicht so, dass die Dryade „Opfergaben“ annimmt. Aber generell ist sie Personen, die ihr Süßigkeiten bringen, wohlgesonnen. Natürlich kennt keiner die Dryade, so dass sich der Aberglaube mit der Wurzelhöhle hartnäckig hält. Die Dryade heißt übrigens Linaniel („Linny“).

  12. Der Büttel: Miros Jenwald ist der Büttel Grenzbergs. Das bedeutet vor allem, dass er in Absprache mit Bürgermeister Verstedt die Wachschichten der Milizen einteilt und sich um die kleineren Vergehen kümmert. Bei tatsächlichen Straftaten hält er zusammen mit Verstedt und Vater Anton Gericht. Er lebt mit seiner Frau und den zwei Töchtern nahe des Nordtors. Südlich seines Hauses befindet sich das „Gefängnis“. Ein großer Käfig, in den alle Verbrecher gesperrt werden, bis sie vor Gericht gestellt werden. Er ist meistens leer, da kaum etwas geschieht, was nicht direkt mit ein paar Stockschlägen oder ähnlichen Strafen abgehandelt wird.

  13. Lagerhaus: Im Lagerhaus finden sich die Vorräte der ansässigen Geschäfte und Schenken, zumindest der Teil, der nicht in den Kellern der jeweiligen Besitzer lagert. Das Lagerhaus wird stets von zwei Männern bewacht. Die Händler zahlen dafür einen monatlichen Betrag an den Büttel und unterstützen die städtische Miliz.
    Wachmann Gero übernimmt oft den Posten. Die Waren für den oberen Stock können per Seilzug nach oben geschafft werden. Allerdings wurde eben dieser Seilzug kürzlich gestohlen. Einen neuen Seilzug zu fertigen, würde sehr lange dauern, es wäre also sehr im Sinne der Händler, wenn der alte Seilzug wiederbeschafft würde. Der Schuldige an der Sache ist der Schmiedesohn Ludvig. Er plant, mit seiner Freundin Rowena durchzubrennen und hat seinem Vater deshalb einige Goldmünzen aus der Kasse gestohlen. Sein schlechtes Gewissen hat ihn dazu bewogen, seinem Vater zumindest einen lukrativen Auftrag zu verschaffen. Der alte Seilzug befindet sich unter einem Haufen Stroh am Stall des Schmieds. Ludvig möchte ihn aber nach Möglichkeit beizeiten aus der Stadt schaffen, um seinen Vater nicht unabsichtlich in Schwierigkeiten zu bringen, falls der Seilzug gefunden wird.

  14. Geros Haus: Gero ist einer der Wachmänner der Stadt. Er lebt allein in dem kleinen Haus zwischen vielen anderen, ähnlich aussehenden Behausungen. Für einen Wachmann hat er eine beachtliche Summe von 150 Goldstücken in seinem Besitz, allerdings sind sie gut unter einer losen Bodendiele versteckt (Bemerken Probe -2). Das Geld stammt aus den von ihm organisierten Höhlenkämpfen außerhalb der Stadt. Einige der jungen Männer der Stadt kämpfen dort gegeneinander und seit Neuestem auch gegen kleinere Monster. Das Gold stammt aus den anfallenden Wetten und Teilnahmegebühren. Größtenteils wird es genutzt, um weitere Veranstaltungen durchzuführen und neue Gegner heranzuschaffen. Auch als Preisgeld wird es eingesetzt.

  15. Taldots Haus: Zanen Taldot kam kürzlich nach Grenzberg und kaufte das Haus. Er hält sich meist im Besoffenen Hund auf. Er ist ein schlaksiger Mann mittleren Alters mit fliehendem Haaransatz. Er verdient sein Geld als Barbier auf dem Markt. Insgeheim ist er aber ein Mitglied der Diebes- und Assassinengilde und bekam den Auftrag, den Einfluss der Gilde im erstarkenden Grenzberg zu sichern. Momentan ist er der einzige Gildenmann, aber er versucht zu rekrutieren. Bei Geros Kämpfen hat er sich einige der Jungs als mögliche Lehrlinge ausgesucht. Eines seiner Hauptanliegen ist es, den immer stärker werdenden Einfluss der Banditen der schwarzen Klinge zu schwächen. Die Bande gehört nicht zur Gilde, ist aber in Grenzberg gefürchtet, seit sie vor ein paar Monaten auftauchte. Taldot kann Konkurrenz nicht gebrauchen und wüsste die eher zwielichtigen Geschäfte des aufstrebende Städtchens lieber in Gildenhand.

  16. Leere Häuser: Diese Fachwerkhäuser sind mehrstöckig, ebenso wie die anderen Häuser der Stadt. Sie sind neu erbaut worden und können beim Bürgermeister von jedem, der genügend Gold besitzt, gekauft werden. Die Häuser kosten 2500 GM. Allerdings sieht man gelegentlich des Nachts Schatten zwischen den Häusern und schwachen Lichtschein durch die Ritzen der Fensterläden. Neulich hat Ulf der Schmied des Nachts einen „Totengeist“ in einem der Fenster gesehen. Seitdem verbreitet sich das Gerücht rasend schnell, dass es spukt. Da solche Gerüchte den Preis senken, ist die Stadt sehr an einer Aufklärung interessiert. Dahinter stecken die beiden Stoffhändler Franz Grauer und Alkor Martensen. Sie streuen Spukgerüchte und schleichen vermummt in den Häusern herum, um diese letztlich zu einem viel günstigeren Kurs erwerben zu können. Sie haben Zimmer im Besoffenen Hund gemietet und haben auch einen Raum im Lagerhaus. Dort finden sich zwischen Handelsgütern auch zwei dunkle Kutten und Masken, die die Halunken für ihr nächtliches Werk benutzen.

  17. Freie Fläche: Das Gebiet steht als Baugrund zur Verfügung. Interessenten melden sich mit einer entsprechenden Summe am Rathaus.

Gerüchte in Grenzberg:

  1. Rowena, die Tochter der Hundswirtin, ist so gut wie unter der Haube. Der Bräutigam ist Tinus, der Sohn des Bürgermeisters. (f)

  2. der Glückszauber am großen Baum funktioniert nur in Vollmondnächten. (f)

  3. Der Bürgermeister würde gerne abdanken und sucht heimlich nach einem fähigen Nachfolger.(w)

  4. Telanir hat eine Schatzkarte erworben.(w)

  5. Außerhalb der Stadt kann man irgendwo gegen Bestien kämpfen und viel Geld machen.(w)

  6. Ishaq verlässt in Vogelgestalt seinen Turm. Niemand weiß, wohin er fliegt. (f)

  7. Die Zwerge der Axt arbeiten an einem besonderen Bier.(w)

  8. Ein Orkhäuptling plant einen Angriff auf die Stadt. (f)

  9. Ein Riese macht die Gegend im Norden unsicher.(w)

  10. Das komplette Land ist unterhöhlt. Man kann durch einen Keller in die Höhllen einsteigen. (f)

  11. Rowena und der Sohn des Schmieds wollen heimlich heiraten.(w)

  12. Es ist ein Attentäter in der Stadt.(w)

  13. Kuen Xiu ist eigentlich ein Adliger aus Ki-Jang. (f)

  14. Gardist Gero ist ein reicher Mann.(w)

  15. In zwei Wochen soll eine besondere Lieferung von magischen Artefakten für Ishaq zum Markttag eintreffen. (f)

  16. Der große Baum ist besessen. (teilweise wahr, siehe Ortsbeschreibung)

  17. Ein Bewohner ist ein Werwolf. (f)

  18. Die Hundswirtin will heimlich die „Axt“ niederbrennen. (f)

  19. Die Bestiensichtungen sind mehr geworden.(w)

  20. Die Varoskirche hat den Besuch eines hohen Würdenträgers angekündigt.(w)


4 Kommentare on “Grenzberg – eine Stadt für Dungeonslayers”

  1. Wie viele Einwohner hat Grenzberg? Ist das wirklich eine Stadt oder „nur“ ein Dorf?

  2. Tarin sagt:

    Das hängt wohl von der Sichtweise des jeweiligen SL ab. Ich schätze mal, dass ein paar hundert Personen dort leben. Die Karte sieht ansonsten sehr dörflich aus, ja. Es ist jedenfalls die größte Siedlung im Umkreis und sie wächst. Regeltechnisch ist Grenzberg nach DS eine Kleinstadt.

  3. cagliostro sagt:

    Gibt es Grenzberg auch als Download?


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