LabLord: Riesengiftschabling und Bestie von Curlenshire

Gestern gab es für mich The Random Esoteric Creature Generator von James Raggi aus der Grabbelkiste des lokalen Rollodealers.

Wer es nicht kennt: Wir reden von einem 32-Seiten-Heft voller Zufallstabellen, mit denen sich ein Monster für altes D&D und Retroklone erwürfeln lässt.Da ich eine Besprechung hier für weniger zielführend halte, gibt es einfach einen On-The-Fly-Praxistest. Ich schnappe mir jetzt das Heft und erwürfle mir und euch ein Monster. Das habe ich gestern auch schon gemacht, das Ergebnis seht ihr für beide Fälle am Ende des Artikels. Entschuldigt mein Denglisch im weiteren Verlauf. Ich mache mal ein Monster für 4 TW, diese müssen zu Beginn ohne Tabelle festgelegt werden (soll ja zur Gruppe passen).

1: „Basic Body Shape“ (2w10)

15 – Quadruped. Aha, wir haben also einen Vierbeiner. Die Kreatur erhält einen Bewegungsbonus von 10′.

2: „Basic Characteristics“ (2W10)

16 – Insect. Dadurch gibt es einen RK-Bonus von 1W6 (leider nur eine 1). Mindestens 6 Beine, Vierbeiner ist hinfällig. Außerdem gibt es die Fähigkeit, an der Wand zu krabbeln.

3: „Size“ (2W10)

12 – Large. Das bedeutet einen Extra TW und einen Schadenstyp höher, also von W6 (Standard zu Beginn für alle Monster) auf W8. TW sind momentan 5.

4: „Movement“ (2W10)

Standardbewegung ist schon klar, hier kann eine alternative Form erwürfelt werden. Ich würfele  8 – Standard. Also keine Änderungen.

5: „Attack Methods“ (1W10)

Können ebenfalls übersprungen werden, wenn diese sich schon aus der Form usw. ergeben, aber wir wollen die volle Packung! 5 – Bash. Die Kreatur prügelt also auf ihre Opfer ein.

6: „Distinctive Features“ (W%)

34 – multiple legs. Oh man, das wird zur Gewohnheit. Die Beinzahl wird auf mittlerweile 12 verdoppelt und die Bewegung nochmal um 20′ erhöht.

7: „Special Abilities“ (2W%)

117 – Poison, Weak -1. Jetzt wirds ungemütlich. Die Kreatur hat einen Giftangriff. Rettungswurf erschwert um 1. Save or Die.

8: „Delivery of special attacks“ (2W10)

13 – Touch. Autsch, ein Treffer von diesem Biest erzwingt den Rettungswurf. Jeder einfache Angriff, ja.

9:  „Combat Strategy“ (W%)

52 – Least armoured. Es wird immer der am wenigsten gerüstete Feind angegriffen.

10: „Motivation“ (1W10)

1 – Abomination. Die Kreatur kann die Anwesenheit „normaler“ Wesen nicht ertragen. Magisch veränderte, verfluchte oder sonstwie anormale Charaktere werden nur zur eigenen Verteidigung angegriffen.

 

Und hier kommt: Der Riesengiftschabling!

A:1, G:C, B: 150/50, RK:8, TW:5, APR:1, S:1W8(Gift), RW: K5, M:11, HK:X

Der Riesengiftschabling ist ein gefürchtetes Monstrum, das irgendwo rund um Larm in einer Höhle in den Hügeln lebt. Vermutlich das Ergebnis eines götterverachtendes Experimentes, greift der Riesengiftschabling jeden an, der nicht Spuren von Magie, Flüchen oder andere Spuren unnatürlicher Veränderung auf sich trägt. Der Riesengiftschabling sieht aus wie eine gut vier Meter große, zwölfbeinige Schabe. Er kann sich am Boden und an Wänden ohne Einschränkung fortbewegen. Im Kampf nutzt er seine vorderen Gliedmaßen, um auf seine Feinde einzuschlagen. Durch winzige Stacheln überträgt er dabei ein tödliches Gift. Ein getroffener Gegner muss einen Rettungswurf gegen Gift mit einer Erschwernis von 1 bestehen oder sterben. Der Riesengiftschabling ist glücklicherweise nur selten außerhalb seines Baus anzutreffen (10% Chance in direkter Umgebung bei Tag und Nacht)

 

Und hier der gestrige Versuch: Die Bestie von Curlenshire

A:1, G:C, B:120/40, RK:5, TW:5, APR:2 (Schlagen/Zunge), S:1W6+4/1W6, RW: K5, M:10, HK: IX

Die Bestie von Curlenshire macht seit Monaten die kleine Stadt unsicher. Sie hat im Curlenshire Forest ihr Lager aufgeschlagen und reißt seitdem Vieh und auch Bewohner. Die Stadt hat 500 GM auf den Kopf der Bestie ausgesetzt! Die Kreatur von der Größe eines großen Mannes hat den Unterkörper eines großen, schwarzen Wolfes und einen grob menschenähnlichen, stark bepelzten Oberkörper, aus dem zwei ledrige Schwingen entwachsen. Das riesige Maul des Wesens beherbergt eine lange Zunge, mit der sie ihre Opfer umschlingen kann. Gelingt der Zungenangriff, macht er in den nächsten Runden Schaden, ohne dass ein weiterer Angriffswurf für ihn erforderlich ist, bis dem Opfer ein Rettungswurf gegen Lähmung gelingt. Die Bestie von Curlenshire greift darüber hinaus mit brutalen Faustschlägen an.

 

Fazit: Ich bin zufrieden, beide Kreaturen sind für mich im Spiel ohne weiteres einsetzbar. Es soll nicht verschwiegen werden, dass man auch um einiges seltsamere Wesen erwürfeln kann. Aber das ist doch der Spaß dabei, oder?😉


5 Kommentare on “LabLord: Riesengiftschabling und Bestie von Curlenshire”

  1. The Roach sagt:

    Also, irgendwie mag ich den Schabling😉

  2. […] – und manchmal auch darüber hinweg. Ich habe ja den Verdacht, dass die Monster mit Raggis Creature Generator erstellt wurden und bei der stattlichen Monsteranzahl auch die skurrilen Ergebnisse nicht zu knapp […]

  3. […] Wer noch nicht genug hat und jetzt angefixt ist, dem sei noch Raggis Random Esoteric Crature Generator empfohlen. Der ist zwar OSR und daher eigentlich systemspezifisch, aber Monsterwerde in cD&D sind jetzt ja nicht so schwer umzuschreiben. Allein für die Listen an Monstereigenschaften ist das Heft als Inspiration auch für andere RPGs tauglich. Wer genaueres wissen will: Ich schrieb darüber. […]

  4. […] es Untotes ja im Fäntelalter wie Sand am Meer. Was tut man in so einem Fall? Genau: Man nimmt den Random Esoteric Creature Generator zur Hand und stellt fest, was für ein monströser Korpus da vom Schwarzmagus reanimiert wurde! Und […]


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