Aventurien ist der fast perfekte Hintergrund für Larp

Alles, was ich an Aventurien laaaaaangweilig finde, macht es zu einem super Larp Setting. Die Detailfülle, die Wurzeln in Deutschland mit entsprechender Optik und die Hotzenplotzigkeit, die allgemein bekannten Kinderreim Zauber…

Aventurien bietet sich fürs Larp geradezu an. Ein stinkeinfacher Charakter kann mit tausend kleinen Details lebendig gemacht werden. Er kann ein Boltan Fan sein, ein aventurisches Bier bevorzugen und den flinken Difar nach dem Eintopf fürchten. Ein Magier kann seine Faust ausstrecken und FULMINICTUS!!! brüllen. Der Gegner weiß Bescheid, ohne dass ein Reissäckchen oder Softball fliegen muss. Auelfen sind Auelfen und nicht ein wilder Mix aus Hoch- Wald- und Sonstwie-Elfen mit Einflüssen verschiedenster Vorlagen. Geweihte der Zwölf können im ganzen Mittelreich und damit auf DSA Cons auf Gläubige hoffen und richtig rumpriestern – wer auf einem Larp schonmal einen Priester spielen wollte und mit Glück zwei bis drei Gläubige hat, kennt das Problem😉 Selbst mit weit verbreiteten IT Religionen kommt man nicht an den festen Hintergrund ran, der den DSA Geweihten in die Hände spielt. DSA ist außerdem kein Spiel der immer größeren Plots. Kleinere Stories mit normalen Bürgern, Dörflern oder zumindest mundanen Charakteren sind spielbar und vorlagentreu. Schlussendlich: Der Anspruch vieler DSA’ler, möglichst immersiv spielen zu wollen und ihren Charakter einfach auszuspielen, lässt sich im Larp wunderbar umsetzen.

Auch, wenn ich DSA nicht mehr am Tisch spielen will: Einer DSA Con würde ich eine Chance geben. Bleibt zu hoffen, dass sich noch ein passendes Regelwerk findet und mal ein Con in der Nähe stattfindet. Das würde ich mir gern anschauen und mit meinem alten Norbardencharakter Larp-Aventurien unsicher machen🙂


6 Kommentare on “Aventurien ist der fast perfekte Hintergrund für Larp”

  1. greifenklaue sagt:

    Da ist in der Tat was dran. Beim LARP kann man die detaillierten beschreibungen nehmen, den Spielort mit kleinen Details auszuschmücken, die es echt aventurisch machen. Wir hatten ja eine kleine Aventurien-Reihe auf DKWDDK-Basis.

    • Tarin sagt:

      Wars gut? Ich weiß bisher nur von einer Testreihe in Österreich und diversen Cons in Deutschland, die aber aus vielen Gründen nicht so toll sein sollen. Joni hat ein paar aufgezählt, dazu kommt das an DSA4 angelehnte Regelwerk.

      • greifenklaue sagt:

        Ja, waren alle recht gelungen. War mal mit-Orga, mal NSC, mal Spieler. Aber da die Orga gut ausgestattet war und wir ein Pfadihaus samt Schuppen, welcher als Taverne hergerichtet wurde, zur verfügung hatten, uns gut im Wald auskannten und es gute, kleine Plots gab, war es eigentlich immer toll.

  2. Joni sagt:

    Hey Tarin,

    Du hast Recht, die Detailfülle, die allgemeine Bekanntheit und die eher bodenständige Fantasy machen DSA zu einem guten Larp-Setting. Leider ist bei DSA-Larpern, die nunmal eine große Schnittmenge zu den DSA-P&P-Spielern haben, die allgemeinde Spießigkeit, Detailfokussierung („SO sieht ein Geweihter nicht aus“) und der SL-Ansatz des In-Den-Charakter-Eingreifens sehr verbreitet, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Grüßle

    • Tarin sagt:

      „So sieht ein Geweihter nicht aus“ finde ich gar nicht schlimm, dafür gibts immerhin die Vorlage. Das P&P-artige schon eher. Daher hoffe ich auch mehr DSA Cons mit DKWDDK o.ä. als Basis. Gerne auch mit den zwei Regeln.


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