Zurück aus dem Dunkel der Zeit

Nun melde ich mich zurück in der Gemeinde der Oldschool-Blogger. Die letzten Monate waren beschwerlich und auch zum Rollen spielen kam ich deswegen kaum. Dies bringt mich auf das Thema des Zeitmangels und auch des Mangels an Mitspielern.

Wer kennt das nicht, unsere Runden finden viel seltener statt, die Treffen werden kürzer. Manch ein Mitspieler hat wegen Familie und/oder Arbeit weniger Zeit für unser Hobby. Das ist einerseits verständlich und doch schade. Die goldenen Zeiten des Rollenspiels, der 80er und 90er, sind vorbei. Wir sind älter geworden.

Gerade in dieser Zeit entdecke ich das Oldschool-Rollenspiel für mich, der ich eigentlich aus dem Storytelling- und Horror-Bereich komme. Und das nicht ohne Grund. Es ist passend, wenn man einfach drauf los leiten darf, ohne sich, über verzwickte Plots und, in Mind-Maps veranschaulichten, Beziehungsgeflechte zwischen NSCs Gedanken machen zu müssen.

Es ist oldschool, wenn Monster und ganze Abenteuer oder Kampagnen zusammen gewürfelt sind oder durch Begegnungstabellen neu entstehen. Der Anspruch an die Qualität der Spielleiterleistung wird dabei von der Qualität des Erlebnisses teils entkoppelt. Es darf sein, dass nachdem man zuerst einen Raum nach dem anderen Goblins verdroschen hat, dann im nächsten Raum ein Vampir auf die Spieler wartet. Es kommt nicht darauf an, ob das vom Hintergrund her stimmt oder passt.

Wir wollen moschen und kloppen. Dabei in geselliger Runde essen und trinken. Mit Freunden einen schönen Abend haben. Auch als Spieler mal fünfe gerade sein lassen, nach einem anstrengenden Tag.

Der Labyrinth Lord darf sich gerne in stundenlanger Kleinarbeit einen Spaß daraus machen, die Abenteurer vor neue Herausforderungen zu stellen, aber wenn er es nicht macht, dann soll es auch recht sein. Es ist unser aller Freizeit. Gerade einfache Abenteuer können am meisten Spaß machen. Dies ist ganz im Sinne des Zen-Spielleitens, das davon ausgeht, dass sich spannende Szenen schon entwickeln werden und ein um die Ecke denken, in der Vorbereitung, unnötig ist.

LabLord haben wir übrigens auch schon zu zweit oder dritt gespielt. Hauptsache man kommt überhaupt dazu zu spielen und weil dieses Spiel zum Teil so brettspielig ist, geht es auch ohne die ideale Anzahl an Spielern. Für ist das eine Lösung, die ich online-spielen vorziehe. Dabei bin ich so oder so dafür das Hobby am leben zu halten und neue Spieler dafür zu gewinnen.



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