Herkunft: Yun Balhan

Yun Balhan – wer sein Leben hinter sich lassen will oder muss, wird wohl früher oder später den berüchtigten Hafen im Südosten der Drachenlande aufsuchen. Niemand hier schert sich um die Vergangenheit, noch weniger um die Zukunft. Yun Balhan ist eine einzige, riesenhafte Ausschweifung, die das Leben ohne Rücksicht auf das Morgen zelebriert.

Auf der anderen Seite darf sich der Hafenstaat zu den gefährlichsten Orten der Lande zählen. Seit jeher haben der Traum von Freiheit und Lebenslust den Abschaum der Menschheit zu diesem Ort gezogen. Klingen sitzen locker in Yun Balhan und manch einer, der die Gassen unterschätzte, erlebte den nächsten Morgen nicht. Die Stadt hat keine nominelle Regierung, stattdessen gilt das Recht des Stärkeren. Aktuell  kümmern sich einige der größeren Piratenkapitäne um die Stadt und setzen ihre Interessen mit eiserner Hand durch. Allerdings sind auch sie oft genug uneins und können so oder so nicht jeden Winkel der Stadt kontrollieren. Letztlich läuft es auf eine einfache Tatsache hinaus: Niemand außer dir selbst hilft dir in Yun Balhan.

Stärken:

Nichts, was es nicht gibt: Irgendwo zwischen den Spelunken und Baracken findet sich der, der die gesuchte Information hat oder weiß, wie man den gesuchten Gegenstand beschaffen kann. Immer.

Unkraut: Viele haben versucht, den Piratenstaat zu vernichten und so die Bedrohung ein für allemal zu beseitigen. Ebenso oft hat sich Yun Balhan erholt und wieder aufgebaut. MAn kann die Mauern schleifen, doch die Bewohner bauen sie wieder auf. Man kann die Machthaber stürzen, aber Yun Balhan ist die Masse an Abschaum, nicht ein einzelner Mann an der Spitze. Man kann die Bewohner vertreiben, dann segeln sie fort und bauen später die Stadt neu auf.

Hafen: Yun Balhan ist einer der größten Häfen der Drachenlande, inklusiv einer beachtlichen Flotte durch den Kapitänsrat und die einfache Beschaffung von Nahrung durch Fischerei.

Schwächen:

Gesetzlos: Der Rat ist uneins, die Straßen unsicher, es gilt das Recht des Stärkeren. Bandenführer sind das eigentliche Gesetz in den hinteren Vierteln und der Tod kommt rasch in Yun Balhan. Wer könnte schon einen Haufen von Banditen und Mördern kontrollieren?

Kein Handel: Kaum jemand ist so verrückt, mit Yun Balhan zu handeln. Die Stadt ist auf Eigenversorgung oder Plünderung angewiesen, um ihren Bedarf zu decken.

Instabil: Yun Balhan ist eher ein Rattennest als ein geordneter Ameisenstaat. Es können durchaus empfindliche Schläge gegen die Stadt geführt werden, die Yun Balhan zumindest zeitweise erheblich Schwächen.

Gelegenheiten:

Kapitän Tae sucht immer neue Leute für seine Besatzung. Er kontrolliert mehrere kleine und mittelgroße Dschunken und ist daran interessiert, seine Flotte zu vergrößern oder seine Mitkapitäne zu schwächen. Aktuell plant er eine Sabotage der nächstgrößeren Flotte – die von Kapitan Hu – um seine Position zu stärken. Wenn also ein paar in der Stadt unbekannte Taugenichtse einige von Hus Dschunken in Brand stecken würden, wäre das ein paar Münzen wert. Leider bewacht Hu seine Schiffe gut.

Kapitän Hu wiederum weiß um den Neid seines Kapitänskollegen. Noch skrupelloser als Tae, möchte Hu diesen einfach direkt aus dem Weg räumen. Tae hält sich meist in seinem Stammbordell auf, allerdings ist es nicht einfach, an seinen Leibwächtern vorbei zu kommen.

Ein glückloser Akolyt des Ganhor Kultes hat in der Stadt im Rausch einen wichtigen Kultgegenstand verspielt, nachdem er ihn überhaupt erst in der Stadt fand. In wenigen Tagen soll er in Yun Ganhor eben jenen Gegenstand präsentieren. In seiner Verzweiflung ist ihm Hilfe bei der Beschaffung eine hohe Summe wert.

„Molchgesicht“, ein kleiner Gauner, hat im Streit einen Mann erschlagen. Erst später wurde ihm klar, dass der Mann Qiang-Wei war, Anführer der Blutfäuste, einer der gefürchtetsten Banden der Stadt. Er versteckt sich seit Tagen und sucht verzweifelt einen Möglichkeit, die Stadt unbemerkt zu verlassen. Die Blutfäuste durchkämmen derweil die Stadt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie Molchgesicht finden.

Bedrohungen:

Chuxia ist an einem Abkommen mit Yun Balhan interessiert. Im Austausch gegen Feuerwaffen sollen Neutralität und ein Beuteanteil ausgehandelt werden. Als „Druckmittel“ und um den zerstrittenen Rat einig zu halten, plant Chuxia die Entführung mehrerer Söhne und Töchter der Kapitäne.

Wassergeist: Gerüchte von einem bösen Meeresgott beziehen sich auf einen Wasserdrachen, der sich die Hafenumgebung als neues Heim erkoren hat. Er hat, bisher versehentlich mehrere kleine Fischerboote gerammt. Eine Lösung muss her, welcher Art auch immer.

Knappheit: Die Erträge der wenigen Felder um die Stadt werden immer dürrer und auch die Fischerei bringt weniger Nahrung ein als nötig. Tatsächlich versuchen einige Spione Yun Ganhors, die Felder und Gewässer zu vergiften. Um nicht aufzufallen, tun sie dies langsam. Wenn sie nicht aufgehalten werden, werden diese Nahrungsquellen versiegen und die Stadt in blutige Kämpfe um die Reserven stürzen. Die Bevölkerung weiß davon nichts und vermutet eher einen bösen Zauber.

—— Platzhalter für Gaben und Schwächen ———-

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Brainstorming: Pugangaurim

Der erste Kontakt

Pugangaurim ist nicht mehr ein Teil der Länder des Drachen. Der Dschungel ist die Grenze der Länder. Die Menschen Pugangaurims sind dunkeöhäutiger und in den Augen der Nachbarn nichts als Barbaren. Tatsächlich sind die Pugangaurim jedoch ein Volk, das schlicht zurückgezogen lebt. Gut versteckt zwischen dem Blätterdickicht finden sich Städte, Reiche und kultureller Wohlstand. Die Pugangaurim beten eine Vielzahl verschiedener Götter und Götzen an, Zeichen der Verehrung wie Schreine und Gebetesstätten finden sich überall in ihren Städten, aber auch tief im Dschungel auf einsamen Lichtungen. Asketen und Propheten suchen oft die Einsamkeit, um über die Götter und ihr Sein nachzusinnen. Viele von ihnen bleiben auf diesem Weg, manche aber werden in ihrem Exil zu wahnsinnigen Fanatikern oder vertiefen sich in Studien dunkler Manuskripte aus der Zeit der Alten. Oft sind es dann diese dunklen Magier und deren Anhänger, die für den Ruf der Pugangaurim als teuflische Dschungelbewohner und blutrünstige Barbaren verantwortlich sind.

Von Dörfern und Städten

Die großen Städte finden sich abseits des Dschungels, weit weg von den Drachenlanden. Den Nachbarn ist der Wohlstand des „Dschungelvolkes“ kaum bekannt, wenn man Erzählungen alter Männer über die sagenhaften Reichtümer der „Wilden“ als Geschwätz im Sakerausch ignoriert. Die Grenzdörfer dagegen werden oft von Sklavenhändlern heimgesucht. Chuxia ist interessiert an den exotischen Schönheiten, die fortan ihr Leben in den Bordellen der Unterstadt oder mit etwas mehr Glück in den Palästen der reichen fristen. Manch eine „Dschungelprinzessin“ fand sich letztlich auf den Opferaltären Yun Ganhors, verschenkt als besonderes Opfer, um der (mehr oder weniger) guten Beziehung beider Reiche willen.

Pugangaurische SC?

Klar. Während die Drachenlande ein wildes Fantasychina/Japan darstellen, orientiert sich Pugangaurim mehr an Indien. Dennoch werde ich das Volk nicht genau beschreiben, zumindest nicht jetzt. Pugangaurim, die es in die Länder nordöstlich ihrer Heimat verschlagen hat, kamen oft als Sklaven dorthin und stammen zumeist aus den Grenzdörfern des Dschungels. Sie kommen dem Bild des Wilden viel näher als die kulturelle Elite im Westen ihrer Heimat. Ein SC aus diesem Teil der Welt könnte also ein entflohener oder in die Freiheit entlassener Sklave sein, vielleicht hat er auch im Gefolge eines Dschungelzauberers ein paar magische Tricks gelernt oder kämpfte in den Arenen der Stadtstaaten. Auf diesen Typus hin werden die Gaben und Schwächen angelegt sein, die einen pugangaurischen SC ausmachen. In den nächsten Tagen kommt eine passende Ausarbeitung dazu.

Ausblick

Ansonsten beschränke ich mich weiter auf die Drachenlande. Ich habe eine Idee für ein neues Reich, einen losen Städtebund, der letztlich von Seehandel und Piraterie lebt. Es wird langsam Zeit, mal eine grobe Karte für den Heroic East zu entwerfen, damit nicht zwischenzeitlich Details verloren gehen. Ob die Karte veröffentlich wird, ist eine andere Sache. Vermutlich wird sie letztlich nicht mehr sein als ein Bleistiftgekritzel auf Karopapier. Da lohnt einfach noch kein Upload.

So far,

Tarin

 

 

EDIT: Die mittlerweile erstellen Gaben und Qualities:

 

BoL:

Gaben:Fährtenlesen im Waldland, Feines Gehör, Magiegespür, Scharfe Sicht, Immun gegen Krankheiten, Entfesselungskünstler

Schwächen: Analphabet, nicht vertrauenswürdig, feingliedrig, verstörend, süchtig, Morgazzons Fluch (benötigt noch settingspezifischen Titel)

PDQ:

Qualities: Kennt den Dschungel, Charmcraft*, Sorcery*, geschärfter [Sinn], widerstandsfähig, beweglich wie eine Schlange

Schwächen: Exot, schwächlich, kennt Niemanden, verstörend, süchtig, Wahnsinn(muss IT spezifiziert werden)


Herkunft: Chuxia – das Jadereich, Stadt der Laster

Beschreibung

Chuxia, sich selbst großspurig als „Jadereich“ nach der jadenen Halle der Herrschers bezeichnend, ist ein Stadtstaat in den westlichen Ländern des Drachen.  Weiter südwestlich liegt der Dschungel von Pugangaurim mit seinen Fremdlingen und Biestern. Es scheint daher nicht verwunderlich, dass Chuxia früher oder später Waffen entwickelten, die den Waffen der anderen Reiche überlegen waren und die Sicherheit in und um die Stadt gewährleisteten. Die Fertigung chuxischer Handrohre und Kanonen ist ein begehrtes und ebenso gut gehütetes Geheimnis, wegen dem schon mehrfach feindliche Armeen vor den Stadttoren standen.

Chuxia ist weithin für seine Krieger, seine Waffentechnik und für exotische Schätze und Schönheiten aus Pugangaurim bekannt, ebenso aber auch für die Erfüllung sämtlicher göttergefälliger und dunkler Gelüste. So zieht es viele dorthin, die ihr Glück oder anderes suchen, das sie andernorts nicht zu finden vermochten.

Stärken

Überragende Waffentechnik: Die Feuerwaffen Chuxias sind überall bekannt und gefürchtet. Chuxische Waffen gelten generell als Gegenstände von bester Verarbeitung.

Kampferprobt: Chuxia besitzt viel, was andere Herrscher begehren. Gleichzeitig sind die gefährlichen Dschungel von Pugangaurim nah. der Stadtstaat lässt sich nicht leicht einschüchtern und kennt seine Kampfkraft sehr genau.

Stadt der 1000 Gelegenheiten: Chuxia gibt nicht viel auf alleinige Wahrheiten oder die Frage nach Richtig und Falsch. Die Stadt ist die erste Anlaufstelle für jegliche Aufgabe, die nicht auf den herkömmlichen oder anderswo als richtig angesehenen Wegen erfüllbar ist.

Das Netz: Chuxia vergisst nie. Prinz Dun von Chuxia und seine Berater kennen dunkle Geheimnisse vieler hoher Persönlichkeiten und sind durchaus gewillt, dieses Wissen im Notfall einzusetzen.

Schwächen

Keine Verbündeten: Chuxia hat wenig Freunde und ist darauf angewiesen, seine Interessen entweder durch Intrige oder Gewalt durchzusetzen.

Kriminalität: Die Stadt ist  voll von Halsabschneidern, Mördern und anderem Abschaum. In den Gassen und Randvierteln ist schon mancher Reisende verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Auch ein Großteil der Einnahmen fließt in die Hände des Schattenrates, der angeblich eine Vielzahl der kriminellen Geschäfte der Stadt kontrolliert.

Geldnot: Die Herstellung der Feuerwaffen ist teuer, zusätzlich hat der Rat an vielen heimlichen Geschäften in Chuxia keinen Anteil, so dass die Stadt chronisch Geldprobleme hat.

Gelegenheiten

Waffenschmuggel: Der Schattenrat möchte einige Kanonen und Faustrohre aus der Stadt schaffen und damit ein Piratenschiff ausrüsten, um ab diesem Zeitpunkt einen Anteil an der Beute zu erhalten. Die Wache hat Kenntnis von einem geplanten größeren Schmuggelversuch, ist ansonsten aber ahnungslos. Beide Seiten könnten die Hilfe einiger in der Unterwelt der Stadt Unbekannter brauchen.

Pugangaurische Expansion: Prinz Dun möchte sein Herrschaftsgebiet weiter südwestlich ausdehnen, um mehr der Bodenschätze des Dschungels beanspruchen zu können. Er bezahlt gut für Informationen über lohnenswerte Orte im Dschungel oder anderweitig nützliche Informationen.

Gelegenheit macht Diebe: Ein paar Mietklingen und Wegelagerer verprassen seit einigen Tagen ihr Geld in den Kaschemmen der Unterstadt. Einer von ihnen deutete im Suff an, dass noch einiges mehr Gold im Turm des Alchemisten Cheng Hu zu finden sein soll, aus dem sie ihren Reichtum angeblich haben.

Bedrohungen

Dschungelzorn: Eine bisher unerklärliche Krankheit verbreitet sich in der Stadt. Angeblich hat ein pugangaurischer Zauberer die Stadt für alle Laster verflucht. Während der Fluch real ist, ist der Grund ein anderer: Jivu Girish brachte Krankheit und Tod über die chuxischen Sklavenhändler, die sein Dorf vor einigen Wochen überfielen. Möglicherweise könnte eine Befreiung der Sklaven ihn davon überzeugen, den Fluch aufzuheben. Möglicherweise ist aber auch Gewalt das letzte Mittel, den zornigen Magier zu besiegen und den Fluch zu brechen, der mittlerweile auf die Stadt übergegriffen hat.

Verschwörer: Die Streitigkeiten im Rat und die stetigen Versuche des Adels, Prinz Dun abzulösen, machen diesem seine Regierungsgeschäfte schwer genug. Der neugeborene Sohn des Prinzen könnte dem ein Ende setzen, stand doch seine Geburt laut den Sterndeutern unter dem Zeichen großer Macht und großen Reichtums. Prinzipiell eine gute Nachricht, jedoch planen einige Adelige nun, den Prinzen mitsamt seiner bildhübschen ersten Frau und seinem Sohn zu töten. Die folgenden Streitigkeiten um den Jadethron würden den Stadtstaat aber angreifbar machen und es würde nicht lange dauern, bis die Nachbarn oder der Schattenrat Initiative ergreifen.

 

Gaben nach BoL: Spezialwaffe: Handrohr, Diebeswerkzeug, Heimlich Still und Leise, Hart im Nehmen, Magiegespür, Zechkumpan.

Schwächen nach BoL: Geldgier, nicht vertrauendwürdig, Säufer, Süchtig, Analphabet

Qualities nach PDQ: Feuerwaffen, in Gassen und Dreck zuhause, Unterwelt, Alchemie*, Händler, Kampferprobt

Schwächen nach PDQ: Gesuchter Verbrecher, Feinde, Sucht, Schuldner, ungebildet, gierig, egoistisch

 

 


Regeln: Gaben für Herkünfte

Ich habe diverse BoL und PDQ Regelwerke gewälzt, um ein Gefühl für passende und weniger passende Gaben und Qualities zu kriegen. Soweit so gut, es gibt also ab jetzt ein paar mehr Regeln zu den Herkünften, nämlich typische Gaben und Qualities:

 

Yun Ganhor nach BoL

Gaben: Gebildet, Hart im Nehmen, Günstling Ganhors (funktioniert wie Günstling der Götter), Großer Reichtum

Schwächen: Arrogant, Städter

Yun Ganhor nach PDQ

Qualities: Wissen, Reichtum, Günstling Ganhors

Schwächen: verstädtert, arrogant

Liu Dai nach Bol

Gaben: Blind kämpfen, Fährtenlesen im Schnee, Immun gegen Krankheiten

Schwächen: Schweigsam, Verstörend

Liu Dai nach PDQ

Qualities: Liu Dai Wissen, Liu Dai Training, Leben in Schnee und Eis, der Geist kontrolliert den Körper

Schwächen: kein Mann der Worte, Einsiedler,  fremd

 

Man bemerkt, wie ähnlich sich die Konzepte sind. Viele Gaben/Qualities sind so gut wie gleich. Die Liu Dai unterscheiden sich zwar ein bisschen, allerdings finden sich viele der BoL Gaben auch in den Qualities wieder. „Immun gegen Krankheiten“ kann man zB gut in „der Geist kontrolliert den Körper“ oder auch im „Liu Dai Training“ unterbringen.


Neue Herkunft: Das Kloster der Liu Dai

Beschreibung: Die Liu Dai leben zurückgezogen in einer Klostergemeinschaft im schwer zugänglichen Liu Dai Tal im Gebirge an der Nordwestgrenze der bekannten Welt. Im Tal herrschen ganzjährig eisige Temperaturen, dennoch verweigern die Mönche jeglichen Luxus wie wärmende Kleidung oder auch nur andere Nahrung als das, was der karge Boden hergibt. Die Mönche sind Meister des waffenlosen Kampfes und dafür in den Reichen bekannt. Dennoch liegt ihr Augenmerk eher auf der Überwindung der Körperlichkeit durch den Geist. Meditation, Stärkung des Geistes durch das Studium der Alten und eine brutale Behandlung des Körpers durch Fasten, hartes Training und Übungen zur Schmerzresistenz bestimmen den Klosteralltag. Anwärter müssen sieben Tage vor der Klostertür aushalten und danach die Kammer der 7×7 Prüfungen überstehen, um im Kloster bleiben zu dürfen.

Stärken

Uneinnehmbar: Das Kloster trotzt seid jeher jedem, der gewaltsam einzudringen versucht. Die Lage in den Bergen und die wehrfähigen Bewohner machen die Liu Dai schwer angreifbar.

Das Wissen der Alten: Die Liu Dai verfügen angeblich über eine der größten Sammlungen alter Schriftrollen und Tafeln der Welt. Viele ihrer mysteriösen Fähigkeiten sollen hier ihren Ursprung haben.  In seltenen Fällen gewähren die Liu Dai Einblick, wenn ein Besucher gute Gründe vorweisen kann und sich als würdig erweist, das Kloster zu betreten.

Schwächen

Abgelegen: Die Liu Dai erhalten wenig Nachricht von der Welt außerhalb ihrer Mauern. Auf Bedrohungen reagieren sie entsprechend langsam und hüten sich, vorschnelle Handlungen zu begehen.

Klein und allein: Das Kloster kann sich in der Größe nicht mit den Stadtstaaten messen. Die Mönche müssen notfalls große Bedrohungen allein lösen und können nicht auf Verbündete hoffen.

Gelegenheiten

Dienstleistungen: Die Mönche bieten gelegentlich Hilfe oder Rat gegen Gebrauchsgüter, die sie selber nicht herstellen können. Wer Einblick in die Geheimnisse der Alten sucht oder anderweitig die Hilfe der Mönche in Anspruch nehmen will, muss nur zur richtigen Zeit die richtige Ware bieten können.

Meister der Heilung: Viele der älteren Mönche haben sich der Heilung des Geistes verschrieben und auf diesem Gebiet unglaubliches Wissen angesammelt. Man hört Geschichten von Verrückten und sogar Besessenen, die unter den Händen der Liu Dai gesundeten. In den Stadtstaaten schicken reiche Bürger oft nach den Mönchen, um Hilfe für Nahestehende oder gar sich selbst zu erhalten. Oft genug bleiben die Gesuche aber unbeantwortet.

Bedrohungen

Instabiler Pass:Der Zugang zum Kloster droht in naher Zukunft verschüttet zu werden. Wenn der schmale Zugang zum Tal nicht in irgendeiner Weise gesichert wird, werden Schnee und Eis das Kloster komplett von der Außenwelt abschotten.

Der eifersüchtige Drache: Tai Zun, der Günstling Ganhors begehrt schon lange das Wissen der Liu Dai und möchte es dem Drachenkult einverleiben. Er plant, das Kloster zu unterwandern und so die Verteidung zu überwinden und die Schriften der Alten in seinen Besitz zu bringen.

Der Unaussprechliche: Kürzliche entstand an einem nahen Berg eine Lawine und brachte eine darunter verborgene Höhle zum Vorschein. Reste alter Zeichen fanden sich am Eingang. Seitdem hören die Liu Dai nachts unmenschliche Geräusche und sehen Schatten an den Rändern der Wachfackeln. Die Mönche wissen nicht, was die Höhle gefangen hielt, doch nun ist es frei.


Setting: Das Land des Drachengottes

Der Drachengott Ganhor ist eine Gottheit, die in der einen oder anderen Form fast überall bekannt ist. Von den Einen kaum beachtet, wird er von den anderen als Schöpfer der Welt verehrt. Manche sehen in ihm den stärksten aller Geister, andere halten ihn für den Weisesten. Manche wiederum fürchten sich vor seinem Zorn oder den Klingen seiner Anhänger. Über ihn finden sich Legenden in alten Schriftrollen und Pergamenten, auf Steinwänden der tiefsten Höhlen oder in den Geschichten der Seher und Weissager.

Die Orte, an denen dieses Wesen bekannt ist, bilden das Setting von Heroic East. Es sind wilde, rauhe Länder, in denen ein Mann tagelang reisen kann, ohne einen anderen Menschen zu treffen. Die meisten Siedlungen sind nicht mehr als ein paar Hütten, dicht zusammengedrängt, um der Wildnis umher besser trotzden zu können. Weitaus größer sind nur die Stadtstaaten, jeder für sich ein Königreich und oft genug gefährlicher als die tiefsten Wälder es je sein könnten. Hier ist das Wort des jeweiligen Fürsten Gesetz. Wer dagegen verstößt, muss mit schlimmen Strafen rechnen. In den Städten pulsiert dennoch das Leben der Lande. Märkte, Tavernen, Tempel, Bordelle und weit mehr locken Reisende durch die Tore. Wer klug und mutig ist, kann in den Städten sein Glück machen. Wer vorgeht wie ein Narr, landet in der Arena oder als Sklave eines reichen Städters.

Die genaue Geographie der Länder werde ich (noch) nicht festlegen. Lieber beschränke ich mich darauf, einzelne Punkte zu beschreiben und damit nach und nach das Flair zu beschreiben, das mir vorschwebt.  Daher also:

Yun Ganhor – die Stadt des Drachengottes

Fürst: Tai Zun von Yun Ganhor, Günstling des Drachengottes. Der Hohepriester des Drachenkultes ist gleichzeitig Herrscher der Stadt am Fuß des Heiligen Berges. Den Herrscher selbst sieht man kaum, das Mal des Drachen liegt auf ihm und so ist jeder, der ihn erblickt des Todes. Die Regierungsgeschäfte liegen daher in der Hand seiner Berater und des Generals Loto, dem Hauptmann der Tempelwachen und damit der Streiter der Stadt. Tai Zun lebt im Tempel und verkündet den Willen Ganhors vor den 13 mal 13 Tafeln, die der Gott seinen Anhängern hier hinterließ.

Lage: Am Fuß des Drachenberges, nach eigenen Aussagen am Nabel der Welt, in der Grasebene

Beschreibung: Yun Ganhor ist das Zentrum des Drachenkultes. Am Fuß des heiligen Berges Ganhor ist sie um eine alte Tempelanlage gewachsen, deren Erbauer lange im Dunkel der Vergangenheit verschwunden sind. Angeblich stammt sie noch aus den Tagen der Götter. In der Stadt erklingen zu jeder vollen Stunde 13 Gongschläge zu Ehren des Gottes. Mit jedem Schlag wird ein Opfer dargebracht, zumeist Vieh oder Münzen, aber auch die Leben von Strafgefangenen oder Sklaven. Freiwillig in den Tod zu gehen, um Ganhor der Stadt gewogen zu machen, wird als große Tat angesehen. Manche Familie konnte auf diese Weise Schulden beseitigen oder der drohenden Sklaverei entgehen. Die in den Tod geschickten Sklaven mehren dagegen nur das Ansehen ihrer Herren.

Der Berg Ganhor steht allein auf einer weiten Ebene. Viele Nahrungsmittel müssen von anderswo herangeschafft werden, abgesehen von den Ziegen der Hirten und dem Wasser eines nahen Flusses. Auch Reis wird angebaut, deckt aber bei weitem nicht den Bedarf, den Einwohner und der Tempel einfordern. Daher erreichen täglich Karawanen Yun Ganhor, beladen mit Nahrung, Luxusgütern für die Reichen und jeder erdenklichen Ware.

Stärken:

Heilige Stadt: Durch die Lage am Ganhor und die Tempelanlangen ist Yun Ganhor der Tempel des Drachengott Kultes. Pilger und Reise bringen der Stadt großen Wohlstand und das Wort des Fürsten hat auch außerhalb der Mauern Gewicht.

Sicherheit: Die Tempelwache sorgt für die Sicherheit in der Stadt und tut dies mit Erfolg. Man muss in der Stadt selten Aufruhr fürchten.

Schwächen:

Theokratische Diktatur: Das Wort von Tai Zun, dem Günstling Ganhors, ist hier Gesetz. Fremde Religionen werden nicht geduldet und der Tempel geht hart gegen jene vor, die sein Wort missachten.

Unzureichende Versorgung: Yun Ganhor ist auf den Ankauf von Lebensmitteln und anderen Gütern angewiesen. Ein Großteil der vorhandenen Nahrungsmittel landet in den Opferschalen, so dass ein steter Bedarf besteht. Da die Stadt beständig wächst, vergrößert sich das Problem immer weiter.

Gelegenheiten:

Handel: Yun Ganhor ist vom Handel abhängig. Nahrungsmittel, aber auch Luxusgüter finden Abnehmer auf den Märkten oder den Tempelbezirken. Wer im Tempel aufsteigen will, greift für eine besonders exotische oder seltene Opfergabe oft tief in die Tasche.

Information: Nicht nur die Karawanen bringen täglich Neuigkeiten aus aller Welt, auch das gesammelte Wissen das Ganhor Kultes findet sich innerhalb der Stadtmauern. Gegen Gebühr legen die Priester Gesetze aus oder richten in Streitfragen. Wer es in die inneren Tempelbereiche schafft, kann möglicherweise auch einen Blick auf die mit uralten Schriften bedeckten Wände erhaschen oder in den Pergamenten des Kultes lesen.

Bedrohungen:

Abhängig: Yun Ganhor ist abhängig von den Karawanen. Wer diese kontrolliert, kontrolliert über kurz oder lang die Stadt.