Was die Goblins so machen? Larp!

Still ist es aktuell im Goblinbau – das liegt einfach an akutem Spielrundenmangel und damit einhergehend der geringen Motivation, RPG Zeug zu schreiben, zu kaufen und zu rezensieren usw. Aber ganz ohne RPG gehts ja auch nicht. Ich bin also in alte Verhaltensmuster zurückgefallen und hab plötzlich wieder Lust auf Larp bekommen. Schlimmer noch: Nachdem ich feststellte, dass der Großteil der Ausrüstung durch einen Wasserschaden ziemlich unnütz geworden ist, ging es ans Reißbrett für einen neuen Charakter. Es wird ein Magier. Ich muss dazu sagen: Normalerweise hasse ich Larpmagier. Einhergehend damit gibt es also jetzt auch noch den Anspruch, es ordentlich zu machen, was die Klamotte, Ausrüstung und v.a. die Magie angeht.

Also nix mit dem berüchtigten Lightning Bolt, keine geworfenen Softbälle und auch keine Tennisbälle an einer Schnur, die um sich selbst gewirbelt ein Schutzschild ergeben sollen. Auch keine blauen Bänder als magische Rüstung, sondern viel Brimborium, Bastelei und überhaupt. Aktuell bin ich noch an den Klamotten dran (diesmal richtig! Mit IT-tauglicher Unterwäsche, falls nachts mal was ist!). Danach gehts dann an den Rest des Konzepts und irgendwann dann auch auf Con.

Ich frage mich gerade, ob das Thema Material für den Goblinbau sein kann. Was meint ihr?


Aventurien ist der fast perfekte Hintergrund für Larp

Alles, was ich an Aventurien laaaaaangweilig finde, macht es zu einem super Larp Setting. Die Detailfülle, die Wurzeln in Deutschland mit entsprechender Optik und die Hotzenplotzigkeit, die allgemein bekannten Kinderreim Zauber…

Aventurien bietet sich fürs Larp geradezu an. Ein stinkeinfacher Charakter kann mit tausend kleinen Details lebendig gemacht werden. Er kann ein Boltan Fan sein, ein aventurisches Bier bevorzugen und den flinken Difar nach dem Eintopf fürchten. Ein Magier kann seine Faust ausstrecken und FULMINICTUS!!! brüllen. Der Gegner weiß Bescheid, ohne dass ein Reissäckchen oder Softball fliegen muss. Auelfen sind Auelfen und nicht ein wilder Mix aus Hoch- Wald- und Sonstwie-Elfen mit Einflüssen verschiedenster Vorlagen. Geweihte der Zwölf können im ganzen Mittelreich und damit auf DSA Cons auf Gläubige hoffen und richtig rumpriestern – wer auf einem Larp schonmal einen Priester spielen wollte und mit Glück zwei bis drei Gläubige hat, kennt das Problem 😉 Selbst mit weit verbreiteten IT Religionen kommt man nicht an den festen Hintergrund ran, der den DSA Geweihten in die Hände spielt. DSA ist außerdem kein Spiel der immer größeren Plots. Kleinere Stories mit normalen Bürgern, Dörflern oder zumindest mundanen Charakteren sind spielbar und vorlagentreu. Schlussendlich: Der Anspruch vieler DSA’ler, möglichst immersiv spielen zu wollen und ihren Charakter einfach auszuspielen, lässt sich im Larp wunderbar umsetzen.

Auch, wenn ich DSA nicht mehr am Tisch spielen will: Einer DSA Con würde ich eine Chance geben. Bleibt zu hoffen, dass sich noch ein passendes Regelwerk findet und mal ein Con in der Nähe stattfindet. Das würde ich mir gern anschauen und mit meinem alten Norbardencharakter Larp-Aventurien unsicher machen 🙂